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Verkauf einer Zuchtstute

Verkauf einer Zuchtstute

Eine ]Bekannte von mir musste ihren Pferdebestand reduzieren und bot deshalb schweren Herzens ihre angerittene Zuchtstute, die aber im Gelände sehr brav und unerschrocken war, in einer Internetbörse an. Unter den Kaufinteressenten war auch ein junges Mädchen, das sich auf Anhieb in die Stute verliebte. Obwohl sie Reitanfängerin war und noch keine Erfahrung mit einem eigenen Pferd hatte, „bearbeitete“ sie ihre Eltern - die ebenfalls gar keine Ahnung von einem Pferd hatten - so lange, bis diese schließlich ihrer quengelden Tochter die Stute als Freizeitpferd kauften.

Meiner Bekannten war bei dem Geschäft zwar gegenüber der Käuferin als auch gegenüber des Pferdes etwas unwohl, aber sie brauchte aus persönlichen Gründen dringend das Geld. Sie beruhigte sich damit, dass Sie sich vertraglich so gut es ging absicherte, indem sie extra darauf hinwies, dass es sich bei dem Pferd um eine Zuchtstute handelte, die lediglich sattelfromm war, aber noch keine reiterliche Ausbildung erhalten hat und deshalb kein Anfängerpferd sei. Der Handel wurde geschlossen und das Töchterlein hatte Ihren Willen und damit ein Pferd bekommen.

Aber bereits zwei Monate später flatterte meiner Bekannten ein Brief von einem Anwalt ins Haus.

Sie wurde aufgefordert, das Pferd zurückzunehmen, da es sich keinesfalls als Freizeitpferd eignete und sehr dickköpfig sei. Meine Bekannte berief sich auf den Kaufvertrag, der besagte, dass Sie eine angerittene Zuchtstute verkauft hatte und die Käuferin extra darauf aufmerksam gemacht hat, dass die Stute noch nicht für Anfänger geeignet sei. Es kam wie es kommen musste zu einem Gerichtsprozess. Der Richter beauftragte eine Sachverständige damit, die Rittigkeit des Pferdes zu begutachten. Diese setzte eine Bereiterin ein, die das Pferd Probe ritt. Das Gutachten war niederschmetternd!

Die Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass das Pferd völlig widersetzlich, steif und unreitbar und deshalb als Freizeitpferd nicht geeignet sei, es liefe nur im Kreuzgalopp und sei nicht zu lenken. Auf Grund dieses Gutachtens entschied das Gericht, dass meine Bekannte nun das Pferd zurücknehmen müsse. Jetzt war die Verzweiflung groß. Wie konnte die Sachverständige nur so ein fehlerhaftes Gutachten erstellen?

Das war genau der Punkt, an dem ich um Hilfe gebeten wurde. Natürlich habe ich diesen Fall übernommen und konnte nach einigen Recherchen des Rätsels Lösung finden: Die Eltern der Käuferin hatten aus Unkenntnis und Sparsamkeit einen völlig unpassenden, gebrauchten Sattel für das Pferd gekauft. Dadurch kam es zu Blockaden und Schmerzen in der Wirbelsäule, was sowohl zu dem unausbalancierten Gang als auch zu der Steifheit und Widersetzlichkeit des Pferdes führte. Dieser grundlegende Punkt wurde sowohl von der Gutachterin als auch von der Bereiterin übersehen, wodurch es zu so einem vernichtenden Urteil kam.

Natürlich musste ich meine Feststellungen und Erkenntnisse alle belegen und beweisen. Es ist mir aber gelungen, durch mein Gegengutachten meine Bekannte vor einer finanziellen Misere und das Pferd vor weitere Schäden zu bewahren. Es bekam einen neuen passenden Sattel und das Mädchen ordentlichen Reitunterricht.

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