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Wie der Zufall es will ...

Rheinischer Verkaufsstall vor Pleite bewahrt
(© Foto: Stefan Lafrentz)

Kontaktiert wurde ich von einem Ausbildungs- und Verkaufsstall mitten im Rheinland, eine der wirtschaftlich stärksten Regionen. Er wurde Mitte der 80er Jahre von einem erfolgreichen Turnierreiter gegründet. Hier wurden hochpreisige Sportpferde erfolgreich vermarktet. Die Verkaufspferde wurden immer teurer und das Rad, das der Stallbetreiber drehen musste, immer größer. Zu den Verkaufspferden kamen Pensionspferde, es entstand eine zweite Reithalle, Außenplätze usw.

Das Geschäft ging solange gut, bis die neue Gesetzgebung im Pferdehandel ihn zwang, plötzlich viel längere Gewährleistungsfristen auf die Beschaffenheit der Sportpferde zu geben. Dies führte dazu, dass plötzlich immer häufiger bereits verkaufte Pferde zurückgenommen werden mussten, weil sie nach einiger Zeit ihren Dienst quittierten. Durch die Rücknahme der Pferde stand schon bald ein großes Vermögen an Pferden im Stall, aufgrund der schwächelnden Wirtschaftslage lief der Verkauf jedoch immer schleppender. Die Umsätze gingen mehr und mehr zurück und zu allem Unglück wurde der Mann auch noch schwer krank und verstarb.

Nun hatte seine Frau den Betrieb, der mehr und mehr von seiner Substanz lebte, alleine zu bewirtschaften. Sie wurde zwar von einem tollen Team von Bereitern und Azubis unterstützt, konnte aber aus eigener Kraft den Hof nicht mehr vor der Pleite bewahren. Es wurde schon lange nicht mehrt in den Erhalt der Reitanlage investiert und daher war der Hof heruntergekommen. Er war nicht mehr zeitgemäß und hatte kaum noch Wert.

Nachdem ich von der verzweifelten Besitzerin als Berater gerufen wurde, verschaffte ich mir zunächst einen genauen Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten, um mir eine Übersicht der tatsächlichen finanziellen Situation zu verschaffen. Die Lage war wirklich sehr erschreckend. Die Angestellten warteten auf Ihren Lohn und das Finanzamt saß ihr im Nacken! Nach zwei Tagen wurde mir klar, dass es hier wirklich fünf vor zwölf war! Ich wollte schon zu einer Aufgabe des Betriebes raten, aber der Mut der Verzweiflung, mit dem die Frau um die Existenz des Hofes kämpfte, beeindruckte mich so sehr, dass ich ganz intensiv nach einer Lösung grübelte und sie schließlich auch fand.

Zufällig beriet ich zur gleichen Zeit einen Betrieb in Niedersachsen, der sehr gute Pferde züchtete, aber aus Mangel an guten Bereitern die Pferde nicht ausbilden und gut vermarkten konnte. Hier standen ein Lot von drei- und vierjährigen hochveranlagten Pferden, die auf ihre Ausbildung warteten. Außerdem kannte ich eine Vermittlerin von Sportpferden, die sich auf hochwertige Dressurpferde spezialisiert hat.

Ich konnte alle drei zusammen bringen, so dass der rheinische Verkaufsstall nun von dem Gestüt in Norddeutschland junge Dressurpferde in Kommission übernimmt und ausbildet und diese im Anschluss erfolgreich über die Sportpferdevermittlerin in die ganze Welt vermittelt werden können.

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